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Coffea
Coffea cruda aut tosta Rohkaffee oder Kaffee1
Beschreibung:
Ein immergrüner, 2 bis 6 Meter hoher Baum mit rundem, gerade aufrechtem, rissiggraubraun berindetem Stamme, sehr reichästigem aber lockerem Wipfel und gegenständigen, knotigen, theils wagerechten, theils abwärtsgebogenen Aesten, deren weniger rissige Rinde etwas heller als jene des Stammes ist.
Die lederartigen Blätter sind gegenständig, kurzgestielt, länglich-eirund, zugespitzt, ganzrandig, kahl, rippig-aderig, mit Drüsen in den Nervenachseln, oberseits sehr leuchtend dunkelgrün, unterseits matt und heller; am Grunde jedes Blattstieles befindet sich ein hinfälliges, breitrund-zugespitzes Nebenblatt.
Die kurz gestielten Blüthen bilden zu fünf bis sieben, gehäufte, blattachselständige Quirle. Der oberständige abfallende Kelch ist sehr klein, der Rand hat fünf kleine spitzige Zähnchen; die Krone ist einblätterig, präsentirtellerförmig, reinweiss, ihre Röhre beinahe walzig, der flache Rand fünfspaltig mit spitzlanzettlichen, am Saume ein wenig zurückgerollten Zipfeln; die pfriemlichen Fäden der fünf Staubgefässe sind dem Schlunde der Krone eingefügt, sie tragen lineale, zweifächerige, aufliegende, bewegliche, sehr grosse, gelbe Kölbchen; auf dem rundlichen, unterständigen Fruchtknoten steht ein langer fädiger Griffel mit zwei pfriemenförmigen, aufrechten Narben. Die Frucht ist eine fleischige, länglich-rundliche, genabelte, dunkelpurprrothe Beere, welche in ihren zwei Fächern je einen elliptisch-länglichen, einerseits gewölbten, anderseits flachen, längsfurchigen, von der Samendecke rund umgebenen Samen die „Kaffeebohne“ enthält.
Verbreitung:
Die ursprüngliche Heimath des Kaffeebaumes, wo derselbe heute noch im wilden Zustande gefunden wird, ist das mittlere Ostafrika und Südarabien; angebaut in grösster Ausdehnung kommt er heute in allen heissen Ländern Asiens, Afrikas, Amerikas und Australiens vor, ganz besonders auf Ceylon, den Sundainseln, in Westindien und Brasilien.
Verwendung in der Homöopathie
Erstprüfung:
Stapf, E. Kaffee. ACS 2(1823), 3, S. 150-172.
Stapf, E. Rohkaffee. In: Beiträge zur reine Arzneimittellehre. Bd. I. Leipzig 1836, S. 149-170.
Verwendete Ausgangsstoffe:
Tinktur aus im Mörser zu feinem Pulver zerstoßenen besten levantinischen ungebrannten Kaffeebohnen [Stapf, E. Kaffee. ACS 2(1823), 3, S. 150-172.]
Verreibung mit Milchzucker einer pulverisierten vollkommen gut ausgebildeten Bohne des besten levantinischen Kaffees [Stapf, E. Rohkaffee. In: Beiträge zur reine Arzneimittellehre. Bd. I. Leipzig 1836, S. 149-170.]
Wirkungsdauer:
Wirkt 1 bis 2 Tage
[Bönninghausen, C.M. Systematisch-Alphabetisches Repertorium der Homöopathischen Arzneien. 2. Theil. Münster 1835, S. XXII.]
1 Die Prüfungen wurden in der Regel mit Coffea cruda durchgeführt; Symptome, die von Kaffee (Coffea tosta) erzeugt wurden, sind mit (Ct) gekennzeichnet.
Weitere Informationen unter:
www.gypser-verlag.de
Bilder- und Literaturverzeichnis: Villers, A. v. und F. v. Thümen. Die Pflanzen des homöopathischen Arzneischatzes. Tafelband II.
Dresden 1893, Tafel 54.
Gypser, K.-H. (Hrsg.) Materia Medica Revisa Homoeopathiae Coffea /
verfasst von Peter Minder. Glees, 2010, S. 5.
Villers, A. v. und F. v. Thümen. Die Pflanzen des homöopathischen Arzneischatzes. Band I. Dresden 1893, S. 129-130.
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